Praxis für Psychotraumatherapie
Praxis für Psychotraumatherapie

Therapiebegleitende Gesprächssitzung

 

"Wenn du das hervorbringst, was in dir ist, wird das, was in dir ist, deine Rettung sein. Wenn du das, was in dir ist, nicht hervorbringst, wird das, was in dir ist, dich vernichten."

 

                     Thomas Evangelium

 

 

Zur Verarbeitungs- und Integrationshilfe biete ich begleitende Gesprächssitzungen an. Neue Erkenntnisse lösen innere Prozesse aus, die aufwühlend oder verwirrend sein können. Deshalb kann es hilfreich sein, eine begleitende Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Das aufarbeitende Gespräch dient vor allem zur Verarbeitung der therapeutisch gewonnenen Erkenntnisse, zur Hilfe im Umgang mit auftretenden Widerständen und zum Verständnis der angestoßenen Prozesse.

 

Manchmal können uns Einblicke in lange verdrängte und unbewusste Strukturen überfordern und wir fühlen uns anschließend ‚aufgerissen‘ und haltlos. Oft geht es vor allem um das Erarbeiten der Entstehungsgeschichte und der Bedingungen, die unsere gegenwärtige (manchmal leidvolle) Situation aufrechterhalten. Das Verständnis des Teufelskreises, in dem wir stecken, ist eine Voraussetzung für Veränderung. Es erfordert Mut, neue Sicht- oder Denkweisen auszuprobieren. Möglicherweise werden bestimmte unterdrückte Gefühle und Verletzungen erst jetzt wahrgenommen. Das Gefühlsleben kann dadurch sehr in Aufruhr geraten. Da ist ein einfühlendes Erläutern zum Verständnis der inneren Prozesse oft hilfreich und klärend. Im Gespräch erhalten Sie die Gelegenheit, sich selbst mitzuteilen und Ihre Fragen, Sorgen und Ängste darzustellen.

 

Ich biete Gesprächssitzungen in erster Linie therapiebegleitend an, d.h. als eine mögliche, freiwillige Ergänzung zur therapeutischen Arbeit und nicht als alleinige Gesprächstherapie. Eine 'reine' Gesprächstherapie halte ich für weniger sinnvoll, da bei Traumata das Fehlen verbaler Erinnerungen zentral ist, dafür aber umso mehr verdrängte Emotionen und prozedurale Erinnerungen (Körpererinnerungen) vorhanden sind. Über Gespräche wird vor allem die kognitive, rationale Ebene angesprochen. Man kann zwar auf der intellektuellen Ebene auch etwas erreichen und oft ist es hilfreich, zu verstehen, was mit uns geschieht, warum wir so reagiert haben oder es noch immer tun. Den tiefen unbewussten Kern der Problematik und die im Körper gespeicherte Erfahrung allein über Gespräche zu erreichen und zu verändern ist jedoch kaum möglich. Um ein Trauma wirklich zu verarbeiten, müssen wir auch die verdrängten Gefühle und Körperempfindungen zulassen, uns also auf eine tieferliegende Ebene begeben. Hier begegnen uns auch die größten inneren Widerstände und die unbewussten Mechanismen, die uns heute noch "im Gestern" leben lassen.

 

 

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