03. - 05. Juli 2026:
Seminar für IoPT-Therapeuten:
Update, Supervision & Praxis
Dieses dreitägige Seminar dient als Update für (angehende) IoPT-Therapeuten & Kollegen, sowie der Supervision & Schulung therapeutischer Kompetenzen in der Prozessbegleitung. Vorhandene theoretische Kenntnisse über die Identitätsorientierte Psychotraumatheorie sollen aufgefrischt und auf die aktuelle Arbeitsweise der Methode übertragen werden. Seit Herbst 2025 liegt die Fokussierung in der Prozessarbeit auf dem, für das Anliegen wesentlichen, Traumaanteil. Der hinter der Problematik des Anliegens enthaltene Traumaanteil wird mit dem/der Klient/in herausgearbeitet und direkt konfrontiert. Ich erlebe diese neue Art zu arbeiten als sehr effektiv für die emotionale Integration der abgespaltenen inneren Traumastrukturen. Wir sind damit schneller am Wesentlichen und Überlebensstrategien wird weniger Raum für Reinszenierungen eingeräumt. Die nachhaltigste Veränderung im therapeutischen Prozess wird durch die emotionale Eigenresonanz mit den verdrängten inneren Traumagefühlen bewirkt. Das neue Verfahren erleichtert diesen Zugang meines Erachtens ungemein.
Die Schwierigkeit für die Prozessbegleitung liegt darin, den entscheidenden Traumaanteil für das entsprechende Anliegen herauszuarbeiten. Als Therapeuten sind wir vor und während der Prozessbegleitung mehr gefordert und benötigen Klarheit darüber, was für eine Dynamik sich im Prozess zeigt.
In diesem Seminar wollen wir das konstruktive Begleiten von Selbstbegegnungen mit der neuen Methode erkunden. Ihr könnt die Prozessbegleitung in supervisorischem Rahmen üben - im Gruppen- & im Einzelsetting. Anschließend besprechen wir, wie es euch in der Rolle der Begleitung ergangen ist und wie der Prozess auf Grundlage der Identitätsorientierten Psychotraumatheorie einzuordnen ist. Wenn Fragen oder Unsicherheiten bei der Begleitung aufgetaucht sind, können wir diese erläutern.
Neben der Option, Supervision für eigene Prozessbegleitung zu erhalten, besteht auch die Möglichkeit, sich eigene supervisorische Themen anzuschauen. Wir Therapeutinnen sind durch unsere Arbeit oftmals besonders herausgefordert. Fragen wie: Wer bin ich als Therapeut/in? Kann ich Ich selbst sein, während ich andere Menschen therapeutisch begleite? Läuft meine Praxisarbeit so, wie ich es mir wünsche? Welche eigenen frühkindlichen Muster mischen sich in meine berufliche Tätigkeit? Wo stoße ich an meine Grenzen? Wann gerate ich in Überforderungs- oder Stresssituationen? Für all diese Themen soll ebenfalls Raum sein in diesen drei Tagen.
Das Seminar richtet sich an Absolventen oder Teilnehmer/innen der IoPT-Weiterbildung und ist auf max. sechs Teilnehmer/innen begrenzt. Ziel des Seminars ist es, unsere Entwicklung als Therapeut/in zu fördern und euch dabei zu unterstützen, mehr Sicherheit in der praktischen Arbeit mit der IoPT zu entwickeln. Ich freue mich auf das gemeinsame Wachsen.
Seminartermin: 03.-05. Juli 2026
Seminarzeiten: Fr & Sa 10-18 Uhr, So 10-17 Uhr
Das Seminar findet in meiner Praxis statt: Spenerstraße 1, 10557 Berlin
Teilnahmegebühr: 360,- €
Max. 6 Teilnehmer/innen
Seminar zum Thema Geld & finanzielle Identität
Wir alle sind mit dem Thema Geld konfrontiert. Jede/r von uns muss mit Geld umgehen - ob es uns gefällt oder nicht. Geld ist ein Handels- & Tauschmittel, zu dem es so gut wie keine Alternativen gibt. Die Erfüllung der meisten unserer grundlegenden Bedürfnisse ist an Geld gebunden: Nahrung, Kleidung, Obdach, Wärme, Mobilität... Für all das benötigen wir im Austausch Geld. Ohne Geld leben wir in schmerzlichem Mangel.
Wir ziehen nicht an, was wir wollen, sondern was wir innerlich fühlen. Unsere äußere Welt ist eine Reflexion unserer inneren Welt. Wir erhalten das, was wir (un-)bewusst erwarten. Wir alle haben eine tiefe emotionale Beziehung zu Geld - ob uns das bewusst ist oder nicht. Die Unternehmerin Anna Schepperle sagt: "Alles, was du in deinem Leben aktuell hast, ist da, weil du es so willst." Ziehen wir also so viel Geld in unser Leben, wie wir fühlen, dass es 'richtig' für uns ist? Tatsächlich wirken tief verankerte Emotionen und Glaubenssätze auch im Bezug auf Geld viel stärker als Logik und als unsere Willenskraft. Viele Menschen haben wenig Geld, weil sie aus diesem Mangel irgendeinen Nutzen ziehen. Das klingt vielleicht verrückt, denn wenn man uns fragt, ob wir lieber wohlhabend sein möchten, würden die meisten von uns dem wohl zustimmen. Es ist wissenschaftlich erforscht, dass Menschen sekundäre Nutzen aus ihrem Geldmangel ziehen. Wir haben eine Art inneren finanziellen Thermostat, d.h. eine finanzielle Grenze, mit der wir uns unbewusst identifizieren können. Wie bei allem in unserem Leben, beginnen auch Geldprobleme in uns selbst, in unserem Denken, Fühlen, unserer Einstellung oder in dem, womit Geld in uns verknüpft ist. Das können Zusammenhänge sein, die auf den ersten Blick zusammenhangslos erscheinen, wie Bindung, Zugehörigkeit, Selbstaufgabe.
Unsere persönlichen Erfahrungen prägen unsere finanziellen Überzeugungen & Verhaltensweisen weitaus stärker, als uns das überhaupt bewusst ist. In Coachingseminaren zum Thema Geld hören wir, dass es eine Entscheidung ist, wie wir leben und dass es darum geht, unser 'Mindset' zu ändern. Aber jede Entscheidung wird in einem Kontext getroffen. Viele Entscheidungen treffen wir nicht aus dem Gefühl heraus, Auswahlmöglichkeiten zu haben, sondern weil keine andere Option sehen. Wählen kann ich nur, wenn ich mindestens eine andere Option habe und diese v.a. auch wahrnehmen kann. Dazu benötigen wir einen offenen Geist, eine klare Identität und einen freien Willen.
In diesem Seminar möchte ich mit euch gemeinsam erforschen, was die Wurzeln unserer Ansichten & Überzeugungen zum Thema Geld sind, wie sich unser finanzielles Selbstbild entwickelt hat und wie es sich verändern lässt. Dazu möchte ich verschiedene Ansätze nutzen, u.a. die Anliegenmethode auf Grundlage der Identitätsorientierten Psychotraumatherapie.
Aktuell kein Seminartermin in 2026