Praxis für Psychotraumatherapie
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Projektion und Übertragung

"Die Welt, in der du lebst, ist geschaffen aus deinen Gedanken, Überzeugungen, Mustern und Gefühlen. Willst du an der Welt, die sich dir zeigt, etwas ändern, finde den Spiegelpunkt in dir und ändere ihn."

 

                                                                Daniel Atreyu

 

 

Verdrängung bringt einen psychischen Wiederholungszwang hervor, der in unserem Erwachsenenleben häufig zu einer Neuauflage des erlebten Unglücks führt. Der Meschanismus der Übertragung und Projektion ist weit verbreitet und spielt in sehr vielen zwischenmenschlichen Beziehungen eine Rolle - ganz besonders bei der Partnerwahl.

 

Bei Projektionen und Übertragungen ‚verwechseln‘ wir uns selbst oder eine Bezugsperson aus der Vergangenheit (meistens Mutter oder Vater) mit einer gegenwärtigen Person (z.B. PartnerIn, Vorgesetzte, Kollegen). Das heißt, einem vergangenen Erleben zugehörige Gefühle werden so erlebt, als würden sie im Hier und Heute von unserem Gegenüber hervorgerufen. Ein Indiz für solche Übertragungen ist z.B. eine Unverhältnismäßigkeit in der Intensität unserer Reaktion auf etwas. Durch eine Äußerung oder eine Situation wird ein altes, innerlich abgespeichertes Erleben 'angetriggert' und wir projizieren unsere dazugehörigen unverarbeiteten Gefühle, Aggressionen, Ängste oder Spannungen nach außen. Diese erleben wir dann so, als wären sie jetzt gerade von diesem Menschen ausgelöst worden, dabei wurde nur eine Erinnerung ausgelöst. In der Gegenwart versuchen wir sie dann stellvertretend zu bekämpfen. Wir übertragen und verlagern also einen innerpsychischen Konflikt in unsere aktuelle Außenwelt. Unsere abgespeicherte Erfahrung aus der Kindheit steuert unser Verhalten und unsere Erwartungen in der Gegenwart. Das Ganze spielt sich auf unbewusster Ebene ab. Wir erkennen nicht, dass unsere Reaktionen und Auseinandersetzungen auf Übertragungen beruhen.

 

Wird der Konflikt nicht in an seiner Wurzel bearbeitet, also an der Stelle, wo er primär entstanden ist, kann es zu zermürbenden Dauerkämpfen, erneuten Abhängigkeiten und destruktiven Beziehungen oder schmerzhaften Trennungen kommen. Die Vermischung von Vergangenheit und Gegenwart gilt es zu erkennen und aufzulösen.

 

 

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